Wenn die Renovierung ein Material freilegt und Sie nicht wissen, ob es Asbest enthält, ist die wichtigste Entscheidung einfach: Bearbeiten Sie es nicht weiter, bis die Sache geklärt ist. Ein Verdacht bedeutet nicht, dass das Material Asbest enthält, aber wenn Sie weiterarbeiten, kann sich unnötig Staub verbreiten.
1. Arbeiten an genau dieser Stelle einstellen
Lassen Sie das verdächtige Material möglichst unberührt. Schleifen, bohren, reißen oder bürsten Sie die Oberfläche nicht. Liegt bereits gelöstes Material auf dem Boden, vermeiden Sie es, dieses in andere Räume zu tragen, und halten Sie andere vom Arbeitsbereich fern.
2. Klären, was Sie untersuchen
Notieren Sie den Raum, die genaue Stelle und welche Materialschichten zusammengehören. Eine Badezimmerwand kann zum Beispiel aus Fliese, Mörtel und Fliesenkleber bestehen. Fotografieren Sie die Stelle auch, bevor die Konstruktion weiter verändert wird. So lässt sich das Analyseergebnis später leicht der richtigen Stelle zuordnen.
3. Eine repräsentative Probe entnehmen oder eine Fachkraft beauftragen
Eine einzelne, intakte Materialstelle können Sie zur Laboranalyse einschicken. Ist im Arbeitsbereich viel Staub, ist das Material großflächig beschädigt oder können Sie die Probe nicht kontrolliert entnehmen, unterbrechen Sie die Arbeit und beauftragen Sie ein Unternehmen, das mit Asbest arbeitet.
4. Vor der Entscheidung das Ergebnis abwarten
Das Laborergebnis zeigt, ob in der eingesandten Probe Asbest nachgewiesen wurde. Bei einem negativen Ergebnis können Sie planen, wie die Arbeit mit genau diesem Material weitergeht. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass der Abriss als Arbeit mit asbesthaltigem Material geplant werden muss.
Eine ruhige Pause spart oft Zeit und unnötige Reinigung. Wenn Sie genau wissen, für welches Material das Ergebnis gilt, beruht die nächste Entscheidung in der Renovierung auf Fakten und nicht auf Vermutungen.
