Baustoffe bestehen oft aus mehreren Schichten. Unter der Fliese können Fugenmörtel, Fliesenkleber, Spachtelmasse oder eine Abdichtung liegen. Wenn Sie ein Stück für die Analyse lösen, werden die Schichten, die zum selben Bauteil gehören, gemeinsam in einem Probenbeutel geschickt.
Warum sollten die Schichten nicht zu Hause getrennt werden?
Ob Asbest enthalten ist, lässt sich nicht an der Farbe oder Lage einer Schicht erkennen. Wenn Sie jede dünne Schicht selbst ablösen und sortieren, kann ein Teil des zu untersuchenden Materials ganz verloren gehen. Gleichzeitig wird die Probe mehr bearbeitet als nötig.
Ein repräsentatives Stück zeigt dem Labor, wie der Schichtaufbau an dieser Stelle aussieht. Ein Stück Fliese mit anhaftendem Fugenmörtel und Fliesenkleber wird zum Beispiel als eine Probe verpackt. Der Beutel wird mit Stelle und Material beschriftet, etwa „Bad, Wandfliese mit darunterliegenden Schichten“.
Wann braucht es einen zweiten Beutel?
Eine zweite Probe braucht es, wenn Sie einen anderen Schichtaufbau oder eine deutlich andere Stelle untersuchen. Die Wandfliesen im Bad und der PVC-Belag am Boden gehören nicht in denselben Beutel. Auch Materialien, die sich unterscheiden und bei verschiedenen Renovierungen verlegt wurden, sollten getrennt bleiben.
Eine gute Faustregel
Halten Sie die Schichten zusammen, die sich vom selben Bauteil lösen. Geben Sie unterschiedliche Bauteile, unterschiedliche Materialien und deutlich unterschiedliche Stellen in getrennte Beutel. So bleibt die Probe nachvollziehbar, und das Ergebnis lässt sich der Stelle zuordnen, an der das Stück entnommen wurde.
Wenn Sie unsicher sind, benennen Sie die Probe so praktisch wie möglich. Eine genaue Stelle und eine Beschreibung des Materials sind wichtiger, als dass jede Schicht den richtigen Fachbegriff trägt.
