Asbest und Sicherheit

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Asbest Sicherheit
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Asbest sorgt verständlicherweise für Sorgen, doch mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich die Risiken sehr gering halten. Am wichtigsten ist es zu verstehen, wann Asbest gefährlich ist und wann keine unmittelbare Gefahr besteht. In diesem Artikel gehen wir die Sicherheit rund um Asbest praktisch durch.

Wann ist Asbest gefährlich?

Asbest ist gefährlich, wenn Asbestfasern in die Atemluft gelangen. Das passiert in der Regel, wenn das Material abgerissen, angebohrt, geschliffen oder auf andere Weise mechanisch bearbeitet wird. Ein intaktes, unbearbeitetes asbesthaltiges Material stellt dagegen keine akute Gefahr dar – die Fasern sind im Material gebunden und gelangen nicht in die Luft.

Das ist wichtig zu wissen, wenn Sie in einem älteren Haus wohnen und sich fragen, ob die Spachtelmasse an der Wand oder der Kleber unter dem Boden im Alltag gefährlich ist. Die Antwort lautet meistens nein, solange die Materialien nicht beschädigt oder bearbeitet werden.

So verhindern Sie, dass sich Staub ausbreitet

Wenn Sie eine Probe nehmen, können Sie den Staub mit einigen einfachen Maßnahmen verringern. Lösen Sie die Probe vorsichtig, ohne zu hacken, zu bohren oder zu schleifen – so werden keine Fasern in die Luft freigesetzt.

Schalten Sie die Lüftung im Raum ab, während Sie die Probe nehmen, damit sich eventueller Staub nicht in andere Räume verteilt. Wischen Sie die Fläche danach mit einem feuchten Tuch ab und geben Sie das Tuch in einen Abfallsack. Saugen Sie nicht mit einem gewöhnlichen Staubsauger, da dieser Asbestfasern in der Luft verteilen kann.

Persönlicher Schutz

Tragen Sie bei der Probenahme mindestens eine Atemschutzmaske der Klasse FFP3, da sie kleine Partikel wirksam herausfiltert. Schutzhandschuhe verhindern Hautkontakt mit dem Material. Diese Grundausrüstung reicht für die Entnahme einer einzelnen Probe gut aus, da die Belastung kurz und gering ist.

Die eigentliche Asbestsanierung erfordert deutlich umfassendere Schutzmaßnahmen, etwa Abschottung, Unterdruck und spezielle Schutzkleidung. Solche Arbeiten sind von einer auf Asbestsanierung spezialisierten Fachfirma auszuführen. Eine Probenahme ist jedoch etwas anderes als ein Abbruch, und Sie können sie mit grundlegender Schutzausrüstung sicher selbst durchführen.

Die richtige Reihenfolge

Bei Asbest ist die richtige Reihenfolge folgende: Schätzen Sie zuerst ein, ob das Material Asbest enthalten kann (Alter, Art). Nehmen Sie dann sicher eine Probe oder beauftragen Sie eine Asbesterkundung. Schicken Sie die Probe anschließend an das Labor und warten Sie das Ergebnis ab. Handeln Sie zuletzt auf Grundlage des Ergebnisses – wird Asbest gefunden, wenden Sie sich an eine Fachfirma für Asbestsanierung.

Diese Reihenfolge stellt sicher, dass niemand unnötig belastet wird. Überstürzt mit dem Abbruch zu beginnen, ohne zu wissen, was in den Materialien steckt, ist der größte einzelne Fehler im Umgang mit Asbest.

Wohnen mit Asbestverdacht

Viele sind beunruhigt, wenn sie erfahren, dass sich in den Bauteilen ihres Hauses Asbest befinden könnte. Es ist dennoch wichtig, sich vor Augen zu halten, dass intaktes Asbestmaterial in einer Wand, unter dem Boden oder hinter Fliesen kein Gesundheitsrisiko darstellt, solange Sie dort ganz normal wohnen. Das Risiko entsteht erst, wenn das Material bearbeitet oder abgerissen wird.

Wenn Sie Asbest vermuten, aber keine Renovierung planen, können Sie ganz normal weiter dort wohnen. Steht eine Renovierung an, klären Sie vorher, was in den Materialien steckt. So können Sie in Ruhe wohnen und die Renovierung richtig vorbereiten.

Zusammenfassung

Der Umgang mit Asbest ist sicher, wenn Sie die Grundprinzipien beachten: Beschädigen oder bearbeiten Sie das Material nicht, ohne zu wissen, was es enthält, verwenden Sie Schutzausrüstung und überlassen Sie die eigentliche Sanierung Fachleuten. So halten Sie die Risiken gering und können die Renovierung oder die Untersuchung des Materials sicher angehen.

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